Lung Chuan Fa Kem­po

Auf­grund der Coro­na-Situa­ti­on fin­det zur Zeit kein Trai­ning statt!

Das Wunsch­­los­­glück­­lich-Spor­t­pa­ket

Lung Chuan Fa ist ein fas­zi­nie­ren­der Kem­­po-Stil, der Ele­men­te des chi­ne­si­schen Kung Fu, des indo­ne­si­schen Silat und des japa­ni­schen Kara­te ver­eint. Geschmei­di­ge Bewe­gun­gen, har­te Schlä­ge und Trit­te und rasan­te Waf­fen­for­men — das ist Lung Chuan Fa Kem­po.

Trai­nings­in­hal­te

Tra­di­tio­nell sind die Kata, beim Kem­po wer­den sie Sifat, Kuen und Tai Tsuku genannt. Die­se Schat­ten­for­men kennt jeder Kampf­sport­ler. Sie sind das Ver­mächt­nis, das Herz und die Basis jeden Stils. Im Lung Chuan Fa gibt es sechs Schü­ler­for­men (Sifat), fünf Tai Tsuku und sechs Kem­­po- oder Meis­ter­for­men. In die­sen Kata kann der Kampf­künst­ler sei­ne Tech­ni­ken zur Per­fek­ti­on ent­wi­ckeln, ohne per­ma­nent mit ech­ten Geg­nern kämp­fen zu müs­sen.

Lung Chuan Fa ist bekannt für eine Viel­zahl an klas­si­schen Waf­fen, mit deren Beherr­schung schon der ange­hen­de Grün­gurt beginnt. Das fängt beim Langstock an, geht über die metal­le­nen Sai und die Escri­­ma-Kur­z­­stö­­cke bis zu Säbel, Hel­le­bar­de und Ket­te. Gelehrt wer­den Kata, aber auch Part­ner­übun­gen. Wer Waf­fen beherrscht, ver­bes­sert übri­gens sei­ne waf­fen­lo­sen Kampf­fä­hig­kei­ten enorm.

Zu den Trai­nings­in­hal­ten kom­men dann noch Part­ner­for­men und Selbst­ver­tei­di­gungs­tech­ni­ken. Schließ­lich wol­len wir uns auch außer­halb des Dojo behaup­ten kön­nen. Boden­kampf und Fall­schu­le run­den das Pro­gramm ab. Und zwi­schen­durch gibt es immer auch mal ein wenig Spar­ring mit den Part­nern — viel Spaß, viel Schweiß und den einen oder ande­ren blau­en Fleck inklu­si­ve.

Geschich­te

Lung Chuan Fa Kem­po ist ein moder­ner Kampf­sport und eine tra­di­tio­nel­le Kampf­kunst in einem. Es hat sei­ne Wur­zeln in indo­ne­si­schen und süd­chi­ne­si­schen Kampf­sti­len (Silat, Kun­tao) und wur­de in den 50er Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts zunächst nach Hol­land ein­ge­führt. Hier hat es sich mit bestehen­den Kara­­te-Ele­­men­­ten ange­rei­chert.

Es gibt eine gro­ße Anzahl an Inter­pre­ta­tio­nen, mal mehr Rich­tung des rasan­ten Silat, dann hin zum aus­drucks­star­ken Kun­tao, dann wie­der zum har­ten Kara­te. Im Lau­fe der Jahr­zehn­te wur­de Kem­po auch in Deutsch­land trai­niert, zunächst vor allem am Nie­der­rhein und im Ruhr­ge­biet. Von dort aus brei­te­te sich der fas­zi­nie­ren­de Kampf­kunst­stil wei­ter aus.

Lip­pe bekam gleich zwei Kem­­po-Strö­­mun­­gen mit. Zum einen das eher wei­che, run­de Shao­lin Kem­po Hsins­hih, das eben­falls im Budo SV Kal­le­tal unter­rich­tet wird und sich deut­lich an Silat- und Kun­­­tao-Wur­zeln anlehnt. Und das eher har­te, star­ke Shao­lin Kem­po von Sifu Mei­jers, einem der Grün­der des Shao­lin Kem­po, der für die Kara­­te-ori­en­­tier­­te Vari­an­te bekannt ist. Richard Claa­se, ein gebür­ti­ger Indo­ne­si­er und Sol­dat bei den nie­der­län­di­schen Streit­kräf­ten, war direk­ter Schü­ler von Mei­jers in Hol­land und grün­de­te in Blom­berg ein Dojo. Von dort ver­brei­te­te sich der Stil bis ins Kal­le­tal, wo 1994 der Wali­ser Marc Richards das Lung Chuan Fa Kem­po grün­de­te. 2004 über­nahm sein Schü­ler Wital­li Rein­gard. Er brach­te Ein­flüs­se sowohl von Stock­kampf­ar­ten wie Escri­ma und Kali als auch aus dem Kick­bo­xen und SV-Seg­­ment mit ein. Unter­rich­tet der Wahl-Ham­bur­ger im Kal­le­tal, dann ist Mus­kel­ka­ter garan­tiert.

Sein Schü­ler Lutz Ode­wald (2. DAN) führt die Tra­di­ti­on des Lung Chuan Fa im Kal­le­tal wei­ter, unter­stützt von einem klei­nen Trai­ner­team. Lutz ist mitt­ler­wei­le offi­zi­el­ler Schü­ler von Groß­meis­ter Olaf Bock (9. DAN Shao­lin Kem­po) und lehrt die­sen sehr ursprüng­li­chen Kem­­po-Stil im Kal­le­tal. Wer mehr über das Shao­lin Kem­po wis­sen möch­te, fin­det hier eine Men­ge Infos: www.kempoka.de.

Der zu lan­ge Name

Kem­po ist die japa­ni­sche Bezeich­nung für Chuan Fa, wel­ches das chi­ne­si­sche Wort für Kampf­küns­te ist. Bei­de haben sogar die glei­chen Schrift­zei­chen. Inso­fern ist eigent­lich eine der bei­den Begrif­fe dop­pelt. Lung ist das chi­ne­si­sche Wort für Dra­chen. Also trai­nie­ren wir den Dra­chen­stil des Kem­po.

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