Tai Chi Chuan (Tai­ji­quan)

Yang Stil nach Yang Zhen Duo

 …im Deut­schen oft unge­nau über­setzt mit „Schat­ten­bo­xen“, ist eine alte chi­ne­si­sche Kampf- und Bewe­gungs­kunst. Ent­stan­den aus den Selbst­ver­tei­di­gungs­for­men der „Nei jia“ (Inne­re Schu­le) wur­de das Tai­ji­quan von jeher auch wegen sei­ner güns­ti­gen gesund­heit­li­chen Wir­kung aus­ge­übt.

Im Kal­le­tal wird back to the roots eine etwas kämp­fe­ri­sche Aus­füh­rung des Yang-Stils nach Yang Zhen He gelehrt.

Wegen ihrer Wir­kung trägt sie auch den Namen „Faust­tech­nik des Lebens“.

Der Begriff „Tai Ji“ ent­stammt der dao­is­ti­schen Phi­lo­so­phie und wird meist mit „das Höchs­te Letz­te“ über­setzt. Die bezeich­net das obers­te Prin­zip, die undif­fe­ren­zier­te Ein­heit vor der Ent­ste­hung der durch Yin und Yang sym­bo­li­sier­ten Zwei­heit. Im Lau­fe der Jahr­hun­der­te haben sich unter­schied­li­che Tai­ji-Sti­­le ent­wi­ckelt. Der Chen-Stil gilt als das ältes­te der über­lie­fer­ten Tai­ji­quan-Sys­­­te­­me.

 

 

Inner­halb des Tai­ji­quan wer­den Bewe­gun­gen in einer fest­ge­leg­ten Abfol­ge, der soge­nann­ten „Form“, flie­ßend aus­ge­führt. Zusätz­lich zu den waf­fen­lo­sen “Hand­for­men” gibt es in jedem Stil zahl­rei­che Waf­fen­for­men (z.B. mit Schwert, Säbel, Hel­le­bar­de, Stock, Fächer). Die Bewe­gun­gen sind stets weich, rund, spi­ral­för­mig und spie­geln eine inne­re Ruhe und Gelas­sen­heit wie­der. Kei­ne Bewe­gung wird iso­liert aus­ge­führt, viel­mehr soll die Bewe­gung den gan­zen Kör­per erfas­sen und vom Kör­per­mit­tel­punkt, dem Unter­bauch, gesteu­ert wer­den.

 

Tai­ji­quan wirkt umfas­send auf das gesam­te kör­per­­lich-geis­­tig-see­­li­­sche Gleich­ge­wicht des Men­schen. Hier­für wur­den wir auch vom Deut­schen Tur­ner Bund (DTB) aus­ge­zeich­net!

 

Auf kör­per­li­cher Ebe­ne:

 

  • Stress­ab­bau, Lösung von Ver­kramp­fun­gen und Ver­span­nun­gen, vege­ta­ti­ve Ent­span­nung
  • Der gesam­te Bewe­gungs­ap­pa­rat wird durch­ge­ar­bei­tet. Mus­keln, Seh­nen, Bän­der und Gelen­ke wer­den auf scho­nen­de Wei­se trai­niert
  • Die Bewe­gungs- und Koor­di­na­ti­ons­fä­hig­keit wird ver­bes­sert, der Kno­chen­bau wird gestärkt
  • Die Vita­li­tät wird gestei­gert, chro­ni­sche Krank­heits­pro­zes­se kön­nen auf­ge­löst und geheilt wer­den, die Ver­dau­ung wird ver­bes­sert und die Immun­ab­wehr gestärkt
  • Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­­gen bes­sern sich
  • Die Ver­tie­fung der Atmung trägt zur Hei­lung von Bron­chi­tis, Asth­ma und Lun­gen­tu­ber­ku­lo­se bei
  • Der Ener­gie­fluss im Kör­per wird wie­der­her­ge­stellt
  • Der Alte­rungs­pro­zess wird ver­lang­samt

 

Auf see­li­scher Ebe­ne:

 

  • Psy­chi­sche Aus­ge­gli­chen­heit wird geför­dert
  • Ängs­te kön­nen redu­ziert, gelin­dert und auf­ge­löst wer­den
  • Die Atmung wird ver­tieft, Ner­vo­si­tät und Erschöp­fung wer­den abge­baut

 

Auf geis­ti­ger Ebe­ne:

 

  • Der Geist wird ruhig, ent­spannt und leer und gewinnt an inne­rer Klar­heit
  • Das Den­ken gewinnt an Klar­heit und Prä­zi­si­on
  • Die eige­ne Lebens­phi­lo­so­phie ver­än­dert sich in Rich­tung Gelas­sen­heit, im Hier und Jetzt zu sein, acht­sa­mer mit den Men­schen und der Natur umzu­ge­hen und mehr Lebens­mut und Leben­dig­keit zu ent­wi­ckeln

Bei der Aus­übung von Tai­ji­quan wird auf „das ruhi­ge Herz und die Füh­rung durch den Wil­len“ beson­ders gro­ßen Wert gelegt. Dies bedeu­tet, dass man ruhig und gelas­sen sein und mit vol­ler geis­ti­ger Auf­merk­sam­keit die Bewe­gung aus­füh­ren soll.

 

 

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